Biegen Sie in Kizkalesi an der Moschee links ab. Aus
Richtung Silifke kommend, müssen Sie an der Landburg
wenden, da die Nationalstraße D400 auch durch den
Ort Kizkalesi 4-spurig ausgebaut ist und der hohe
Mittelstreifen zusätzlich durch Gitter gesichert
ist. Die Straße führt zum Dorf Hüseyinler und weiter
nach Canbazli.
Cirka
7 km hinter Kizkalesi befindet sich links ein etwa
1.20 cm hohes Schild mit der Aufschrift:
Mit
dem Auto kann man theoretisch die hier
ausgeschilderten 2 km bis fast an
den Rand des reizvollen Şeytan Deresi (Teufelstal)
fahren, jedoch muss ich davor warnen, dies mit einem
normalen PKW zu tun. Ein Jeep dürfte aber hochrädrig
genug sein, die aus der Piste ragenden, teilweise
recht scharfkantigen Steine zu überfahren.
Der Weg zu den römischen
Reliefs ist von einem Platz vor bisher unerforschten
antiken Ruinen aus mit roten Pfeilen gekennzeichnet.
Diese führten uns bis an einen Steilhang, an dem uns
der weitere, ungesicherte Abstieg zu gefährlich
erschien. Man sollte auf jeden Fall trittsicher und
schwindelfrei sein. Ein ortskundiger Führer ist von
Vorteil und zu empfehlen. Von einem Alleingang rate
ich ab.
Man erreicht irgendwann
einen Felsvorsprung an dem mehrere römische in den Fels
gehauene Familiengräber mit dreizehn
dazugehörigen Reliefs zu sehen sind. Sie werden
ins erste bis zweite nachchristliche
Jahrhundert datiert. Die
Darstellungen zeigen die
Verstorbenen mit ihren Familien, zum
Beispiel bei einem Festmahl. Eine
männliche Figur liegt auf einer
Kline, ein anderer hat
Weintrauben in der Hand. Andere
Personen sind mit Lanze oder
Streitaxt bewaffnet. Unter den
Abgebildeten sind auch Frauen mit
langen Gewändern und Kopftüchern.
Unter zweien der Reliefs sind
Inschriften zu sehen. Der Stil der
Kunstwerke macht einen etwas
ungelenken Eindruck, er findet sich
ähnlich in den nahegelegenen
Nekropolen von Kanytelleis und Olba.
Es wurden noch keine archäologischen
Untersuchungen vorgenommen.