20 km
vom antiken Pergamon entfernt, liegt die
archäologische Ausgrabungsstätte Allianoi.
Anhand der Funde zweier Köpfe des griechischen
Gottes der Heilung, Asklepion, ist belegt, dass hier
ein antikes Heil- und Kurzentrum existierte. Schon
vor über 100 Jahren wurden hier zwei gut erhaltene
römische Bäder entdeckt, die bis in die siebziger
Jahre des letzten Jahrhunderts genutzt wurden. Vor
wenigen Jahren entdeckten Archäologen hier einen
römischen Kurort, in dem sich die Wohlhabenden der
nahen und ferneren Umgebung pflegen ließen.
Leider droht auch dieser antiken Anlage das Ende, denn die türkische Regierung lässt einen Bewässerungsstaudamm für die umliegenden Obst- und Gemüsefelder bauen. Und damit würde Allianoi, kaum ausgegraben, 17 m unter dem Wasserspiegel liegen.
Die etwa 2000 Jahre alte Badeanlage misst über 10.000 Quadratmeter. Allein die Hauptstraße ist 120 Meter lang. Auch außerhalb der Ausgrabungsstelle, mitten im Acker, stoßen die Archäologen auf Reste der antiken Siedlung. Die Entdeckung von Allianoi gibt dem berühmten Pergamon eine ganz neue Bedeutung. Denn wer hätte mit einer zweiten, großen antiken Siedlung in der Region gerechnet?
Quelle: Wikipedia





