Die ersten Spuren in der Geschichte Anamurs finden sich im 8. Jahrhundert v. Chr. Auch die Römer haben sich westlich der heutigen Stadt niedergelassen. Im Anemurium, von dem noch heute eindrucksvolle Ruinen zu sehen sind, sollen bis zu 20.000 Personen gelebt haben. Östlich von Anamur wurden die militärischen Bauten errichtet. So hatte man von diesem Südzipfel der türkischen Küste die gesamte Schifffahrt unter Kontrolle. Eine herausragende wasserbautechnische Leistungen für die damalige Zeit war zweifellos die Wasserversorgung der Stadt und der Burg. Das Wasser wurde rund 10 km entfernt am Dragon-Fluss aufgestaut und in Kanälen an den Hängen entlang geführt. Diese Systeme werden noch heute in der Landwirtschaft genutzt. Das Mamure Kalesi bei Anamur ist eine der ältesten und besterhaltenen Befestigungsanlagen an der türkischen Südküste
Anamur liegt rund 250 Kilometer von den Flughäfen Antalya und Adana entfernt und ist daher bisher weitgehend vom internationalen Massentourismus verschont geblieben. Während der türkischen Schulferien reisen viele Türken aus z.B. Ankara und Konya nach Süden an und verbringen hier ihre Ferien in den Hotels oder eigenen Ferienwohnungen in dem direkt am Meer gelegenen Stadtteil Iskele. Für Europäer könnte es im Hochsommer bei 40 Grad im Schatten sehr heiß werden. Ideale Reisezeiten wären für die, die ein milderes Klima mögen, die Monate April bis Ende Juni und/oder September bis Ende November.
Rund um Anamur gibt es 35 Dörfer, welche seit 2006, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, auf asphaltierten Straßen erreichbar sind. Nach wenigen Kilometern Fahrt befindet man sich mitten in der faszinierenden Welt des Taurusgebirges.
Quelle: Wikipedia





