Reiseland Türkei

   
  Lykien

 

Koordinaten: 36°13'34.30"N 29°57'24.89"E

 
  Andriake      
       
   
  Die Hafenstadt des antiken Myra  
   
     
 

 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
  Byzantinische Basilika  
     
 

Andriake war der Hafen des antiken Myra, fünf Kilometer südwestlich vom heutigen Ort Demre in der türkischen Provinz Antalya, an der Flussmündung des Andrakos (Kokar Çayı) gelegen. Der Hafen ist heute durch die Anschwemmungen des Flusses verlandet bzw. versumpft.

Archäologische Zeugnisse weisen auf eine Gründung des Ortes in frühhellenistischer Zeit hin. Die Niederlassung erstreckte sich damals über zwei Hügel an beiden Seiten der Hafeneinfahrt. Erstmals erwähnt wird der Ort 197 v. Chr., als Antiochos III. Andriake eroberte. Im Zuge der Einnahme des Hafens im Jahr 43 v. Chr. durch die Römer wurde eine Kette, die die Hafeneinfahrt sicherte, durchbrochen. Der Apostel Paulus wartete hier im Herbst 59 n. Chr. auf seiner Reise nach Rom auf bessere Winde und wechselte das Schiff (Apostelgeschichte 27, 5-6).

 
   
   
   
   
     
 

Die Bedeutung Andriakes liegt in seiner Lage an einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten. In der römischen Kaiserzeit ist Andriake neben Patara einer der bedeutendsten Häfen für die Getreideflotte aus Ägypten, zuerst für Rom, seit dem 4. Jahrhundert n. Chr. zunehmend für Konstantinopel. In der mittleren Kaiserzeit erfolgte ein massiver Ausbau der Hafeninfrastruktur. Nebst dem Horreum, einem Speicherbau, wurden am Südufer des Hafenbeckens eine große Platzanlage und andere, heute weitgehend zerstörte Bauten errichtet. Eine Wasserleitung sicherte die Wasserversorgung, die bis dahin nur durch Zisternenwirtschaft erfolgte.

Im 6. Jahrhundert erlebte die Hafensiedlung einen weiteren Aufschwung. Man errichtete sechs große Kirchen und zwei Badeanlagen sowie zahlreiche weitere Bauten. In frühbyzantinischer Zeit wurde − einer massiven Anhäufung von Purpurschneckenschalen zufolge, welche die Platzanlage östlich des Speicherbaus überlagert − in Andriake Purpur produziert. Die Niederlassung dürfte im Frühmittelalter, wahrscheinlich aufgrund der zunehmenden Verlandung des Hafenbeckens, aufgegeben worden sein. In osmanischer Zeit wurde an der Westspitze des nördlichen Siedlungshügels ein kleines Kastell errichtet.

Quelle: Wikipedia

 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
     
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
  Das Granarium, ein Kornspeicher aus dem Jahr 129 n. Chr.  
 

 

 
 

 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
     
 

Sie erreichen Andriake über die Küstenstraße D400 Antalya - Kaş - Fethiye. 500 m nach dem Ortsausgang von Demre (Richtung Kaş / Fethiye) zweigt an einem "Kreisverkehr" links die  Çayağzı Yolu, eine ausgeschilderte Straße zum heutigen Hafen. Von hier aus starten hauptsächlich die Ausflugsboote in die Bucht von Kekova.
Genau einen Kilometer nach dem Abzweig von der D 400 zweigt vor dem antiken Hafenbecken links eine ausgeschilderte Straße zum Ruinengelände ab. Parkplätze sind nicht ausgewiesen, es ist aber reichlich Platz zum parken vorhanden.
Der nördliche Teil der antiken Stadt ist von der heutigen Hafenseite her gut zu erreichen.

 
   
   
   
   
   
   
   
   
     
  Weitere Fotos:  
   
   
   
   
   
   
     
 

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