Ani
ist heute eine Geisterstadt und vor
allem für die noch erhaltenen
Zeugnisse armenischer Architektur
bekannt. Die einzigen "Bewohner"
sind türkische Grenzsoldaten,
vereinzelte Touristen und Anwohner
des benachbarten kurdischen Dorfes
Ocaklı.
2002 war der Zugang zur Stadt
nur mit Genehmigung der
Provinzverwaltung in Kars möglich.
Aufgrund der Grenznähe war das
Fotografieren auf dem Areal der
Stadt Ani strengstens verboten. Im
Sommer 2005 bestanden scheinbar
keinerlei Restriktionen mehr.
Mehr oder weniger erhalten sind Teile der doppelt angelegten Stadtmauer, die Kathedrale aus dem Jahre 1001, einige Kirchen und Kapellen, die Zitadelle und ein Palast, der Ende des 20. Jahrhunderts laienhaften Restaurationsbemühungen zum Opfer viel. Leider sind die noch erhaltenen Kulturdenkmäler durch Bodenerschütterungen, ausgelöst durch Sprengungen in einem Steinbruch auf armenischem Gebiet, direkt gegenüber dem Plateau, bedroht.
Ani
entwickelte sich im 10. Jahrhundert
zu einer bedeutenden Stadt. König
Aschot III.
(951 -
977) machte die Stadt im Jahre 961
zur Hauptstadt seines armenischen
Königreiches. Als sie 1045 den
Byzantinern übergeben wurde, zählte
die an der nördlichen Seidenstraße
gelegene Stadt mehr als 100.000
Einwohner und war weithin als Stadt
der 1001 Kirchen bekannt. 1064 wurde
Ani von den Seldschucken besetzt.
Zwischen 1125 und 1209 gelang es den
Georgiern, die Stadt fünfmal zu
erobern, sie fiel aber 1239 in
mongolische Hände.
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Anis Schicksal wurde aber schließlich im Jahre 1319 von einem Erdbeben besiegelt, woraufhin die Bevölkerungszahl langsam aber stetig sank. Nach 1534 war Ani Teil des Ottomanischen Reiches und lag zwischen 1878 und 1917 auf dem Gebiet des Russischen Reiches.
Die ersten ausführlichen archäologischen Grabungen fanden in Ani in den Jahren 1892/93 und 1904 bis 1917 statt.
Quelle: Wikipedia





