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Der
Kult des Gottes der Heilkunst, Asklepios, wurde im
4. Jh.v.Chr. von seinem Hauptheiligtum Epidauros in
Griechenland nach Pergamon gebracht. Der Kultbetrieb
bestand hauptsächlich aus Natur-Heilpraktiken
(Wasser- und Schlammbehandlung, Rundläufe,
Tiefschlaf, Traumdeutung) verbunden mit der
gläubigen Geschäftigkeit eines großen
Wallfahrtszentrums.
Das Asklepieion
bei Pergamon wurde in der Antike immer weiter ausgebaut. Seine heute
sichtbare Form erhielt es weitgehend in der Zeit des Kaisers Hadrian
(117-138 n.Chr.). Die weite Fläche des Festplatzes (ca. 110 x 130 m)
war durch einen Torbau am Ende der von der Stadt heranführenden
Hallenstraße (via tecta) zugänglich. Der Festplatz war an drei
Seiten von Hallen gerahmt. Auf ihm standen der hellenistische
Asklepios-Tempel, zwei weitere kleine Tempel, Gebäude für den
Heilschlaf der Patienten und Brunnen für Kuren und Waschungen.
Im Nordwesten befand sich ein prächtiges Theater für etwa 3500
Zuschauer. Dem Kaiserkult und der Bildung diente eine Bibliothek in
der Nordostecke. An der Ostseite erhob sich der neue Tempel des
Asklepios, nach dem Vorbild des Pantheon in Rom, dessen habe Größe
er hat. Er wurde um 150 n. Chr. erbaut.
Das große, runde Kur-Gebäude an der Südostecke war mit der heiligen
Quelle auf dem Festplatz durch einen Tunnel (kryptoporticus)
verbunden. An der Südwestecke befand sich eine luxuriöse
Toilettenanlage, schon damals, was durchaus noch nicht sehr
verbreitet war, nach Geschlechtern getrennt. Eine Säulenhalle
dorischer Ordnung westlich außerhalb des Festplatzes stammt noch aus
hellenistischer Zeit.
Quelle: Schilder vor
Ort
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