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Ayatekla ist einer der bedeutendsten
frühchristlichen Wallfahrtsorte. Gemäß einer bereits
im zweiten Jahrhundert niedergeschriebenen Legende
befand sich in der später zur Kirche ausgebauten
Höhle der Wohn- und Sterbeort der hl. Thekla. Als
Schülerin des Apostel Paulus war sie als Jüngling
verkleidet mit dem Apostel durch die Lande gezogen
und hatte sich an diesem Ort niedergelassen. Schon
zum Zeitpunkt der Niederschrift dieser Legende wurde
ihre Wohnstätte in eine Höhlenkirche umgewandelt.
Im 4. Jahrhundert
wurde über der Höhle eine 90 m lange, dreischiffige Basilika erbaut,
von der heute nur noch ein Teil der Apsis steht. Von Seleucia ad
Calycadnum, dem späteren Silifke, führte ein Treppenweg zur 3 km
entfernten Pilgerstätte. Kaiser Zenon (474 - 491) ließ in nördlicher
Richtung eine weitere Basilika errichten, die seinen Namen trug. Die
Grundmauern dieser Kirche sind noch erhalten.
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