Kelbessos ist eine antike Stadt in den Bergen
westlich von Antalya. Sie liegt auf dem Rücken des 1000 Meter hohen
Örentepe, wie der Berg heute heißt.
Die hellenistische Gründung ist heute anhand von
Inschriften und weiterer Beweise belegt.
Kelbessos war allen Anschein nach anfänglich eine
Grenzbefestigung des nur 12 km entfernt liegenden Termessos. Die
Stadt war von einem Ringwall geschützt.
Die Mauern und Gebäudereste stammen z.T. noch aus
hellenistischer, römischer und byzantinischer Zeit. Die Stadtmauern sind
zum Teil erhalten geblieben. Die Mauern sind in aufwendiger Zyklopbauweise erstellt. In die hellenistische Bauphase sind
die Mauerteile einzuordnen, deren Steine behauen waren und eine
rechteckige Form mit an den Fügekanten begradigte Ränder aufweisen. Zu
den sichtbaren Überresten der Stadt gehören neben der Stadtmauer
Verteidigungsanlagen, Türme, Wohnhausfundamente, ein Tempel der Artemis
Kelbessis und in der Nekropole auf der Nordseite des Stadthügels eine
beachtliche Anzahl an Sarkophagen. Den Inschriften nach stammen diese
von reichen Bürgern und Soldaten. Einige der Sarkophage sind mit
Schilden, Speeren, Girlanden und Darstellungen der Verstorbenen
verziert. Anhand einiger Inschriften auf Sarkophagen ließ sich nicht nur
der Name der Stadt belegen,
sondern auch dass in der Stadt die Göttin Artemis Kelbessis angebetet wurde.
Die Stadt ist zwar archäologisch erkundet, jedoch
nicht ausgegraben.
In der Auswurfhalde einer illegalen Grabung in
der großen Zisterne im Jahr 2009 ließen sich noch Keramik von
hellenistischer Zeit bis zur römischen und byzantinischen Zeit
finden.