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Eines
der unglaublichsten steinernen Zeugnisse menschlichen Geltungsdranges: Die Terrassen der Götter auf dem
Nemrut Dağı. Obwohl
sein Königreich nur ein unbedeutender Grenzstaat war, fühlte sich
Antiochus I. von Kommagene zu Höherem berufen. Im 1. Jh. n. Chr. fasste
der Herrscher den Entschluss, sich selbst ein unvergängliches Denkmal
zu setzen.
Man
mag schon fassungslos vor den Pyramiden Ägyptens stehen und sich
fragen, wie gewöhnliche Sterbliche die riesigen Steinblöcke
transportieren und zu Pharaonischen Gräbern aufeinander schichten konnten – aber die schiere Tollkühnheit, einen ganzen Berggipfel in
ein Denkmal zu verwandeln, ist in der Weltgeschichte einmalig.
Auf
der Ostterrasse stehen die Monumentalfiguren von Apollo, Tyche,
Zeus und Herkules, und auch Antiochus fehlt nicht
im Kreis seiner Götterfreunde.
Erdbeben
haben die Köpfe herabfallen lassen und die Gesichtszüge sind durch die
klimatischen Verhältnisse stark beschädigt worden. Trotzdem erfüllt
einen die unglaubliche Leistung, die Steinblöcke 2000 Meter den Berg hinaufzuschaffen, mit Erfurcht, und man muss die egozentrische Großartigkeit
dieses Herrschers bewundern, dessen Selbsteinschätzung vor dem Thron
des Zeus nicht halt machte.
Auf
der Westterrasse befindet
sich zwischen gigantischen Köpfen ein monumentaler Steinblock mit dem
Horoskop des
Antiochus, aufgestellt am Krönungstag seines Vaters Mithridates als König
der Kommagener.
Weltkulturerbe in
die UNESCO-Liste des
Welterbes
aufgenommen.
Das
Grabmal besteht aus
einer
Geröllaufschüttung
mit einem
Durchmesser von
150 m und einer Höhe
von 50 m. Der Hügel,
dessen Besteigung
verboten ist, ist
umgeben von drei
Terrassen im Norden,
Westen und Osten.
Auf der westlichen
und östlichen
Terrasse sind große
Götterstatuen und
Stelen zu sehen, die
König Antiochos in
Gesellschaft
mehrerer Götter
darstellen. Um Platz
für die Errichtung
des Heiligtums zu
schaffen, wurden
rund 200.000 m³
massiver Fels
abgetragen. Links
der westlichen
Terrasse ist noch
ein 10 m hoher Rest
des ehemaligen
Gipfels zu sehen.
Quelle:
Wikipedia u.a.
Linktipp:
Die Homepage der International
Nemrut Foundation
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