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Lage und
Örtlichkeit Die Ruinen der antiken Stadt
Limyra liegen ca. 7 km landeinwärts von der Küstenstadt
Finike entfernt. Biegen Sie in Finike von der
Küstenstraße D400,
Richtung Elmalı,
auf die Nationalstraße D635
ab. Nach
5 km erreichen Sie die Ortschaft Turunçova. Im Ortskern
ist linker Hand die Zufahrtsstraße nach Limyra durch ein
braunes Schild gekennzeichnet. 2 km weiter haben Sie die
Ruinen der einst lykischen Stadt erreicht.
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Das
Theater vom Limyra
copyright by @chim |
Die
Nebenstraße von
Turunçova
nach Kumluca durchschneidet
das Ruinengelände. Dieses liegt heute, soweit es die das
Gelände zulässt, inmitten moderner Bebauung mit
umliegenden landwirtschaftlichen Nutzflächen. Zwischen
den antiken Gebäuderesten weiden heute friedlich Kühe,
Schafe und Ziegen.
Geschichte der Stadt Die Ursprung der
Stadt, die die Lykier "Zemuri" nannten, geht auf das 5.
Jh. v Chr. zurück. Antike Aufzeichnungen und Münzfunde
lassen darauf schließen, dass in Zemuri der Blitze
schleudernde Zeus als Hauptgott verehrt wurde. Was für
Lykien außergewöhnlich war, denn die Hauptgötter der
Lykier waren Artemis und Apoll.
In
Limyra war das weithin bekannte Quellorakel von Limyra
beheimatet. Es ist überliefert, dass heilige Forellen
die Zukunft voraussagten. Nahmen sie das angebotene
Fischfutter an, war die Prognose positiv, verschmähten
sie das Futter, sah man dem Ereignis sehr skeptisch
entgegen.
Sowohl
des Deutsche- als auch das Österreichische
Archäologische Institut führen in Limyra Grabungen
durch. Jürgen Borchardt,
Professor für Klassische
Archäologie an der Universität Wien, konnte 1966
nachweisen, dass der lykische Fürst Perikles von Limyra
aus regierte. Das gibt der Stadt, die im Vergleich mit
den lykischen Metropolen Xanthos und Myra als
unbedeutend galt, einen gänzlich anderen Stellenwert.
Offenbar beteiligte sich Perikles im Jahr 366 v. Chr. am
blutig niedergeschlagenen Satrapenaufstand gegen den
persischen Großkönig. Der erhöhte Sarkophag seines
Bruders Xntabura ist noch heute schräg oberhalb des
Theaters zu besichtigen.
Limyra
geriet nach der Eroberung durch Alexander dem Großen
unter die wechselnen Herrschaft dessen Nachfolger, bis
es 188 v. Chr. mit ganz Lykien den Rhodiern zugesprochen
wurde. In mehreren Aufständen wehrten sich die Lykier
gegen die verhassten Rhodier. 167 v. Chr. konnten sie
auf diplomatischem Wege die Loslösung von Rhodos und
begrenzte Autonomie innerhalb der römischen Verwaltung
erreichen. Im wieder erstarkenden lykischen Städtebund
erhielt Limyra zeitweise drei Stimmen, was
die Bedeutung der Stadt hervorhebt.
Ein
Glücksfall für die Stadt war, dass im Jahr 4 n. Chr. der
junge Enkel des Augustus Gaius Caesar nach einem Feldzug
schwer verwundet in Limyra starb. Ihm wurde ein grosses
Kenotaph errichtet, dessen Ruinen noch heute aus dem
Sumpfgelände der Unterstadt ragen. Rom ließ reichlich
Geld in den Sterbeort des Kaisernachkommen fließen. So
wurden z.B. die Tempel renoviert und prunkvoll
ausgestattet. Nach dem Erdbeben von 141 n. Chr. wurde
erhebliche Wiederaufbauhilfe geleistet.
Der in
römischer Zeit erbaute Teil der Stadt versumpfte in
byzantinischer Zeit durch die Verlandung des Flusses
Limyros mehr und mehr, bis er gänzlich unbewohnbar
wurde. Die Menschen siedelten sich im ehemaligen Hafen
Limyras, Phoinikos, dem heutigen Finike an. Lymyra
verlor an Bedeutung und wurde schließlich gänzlich
verlassen. In das Osmanische Reich wurde das Gebiet
durch Sultan Beyazıt
I. Yıldırım
(1389 - 1403) eingegliedert.
Erst die
Entdeckung des Perikles-Grabmals am Hang unterhalb der
Akropolis durch Jürgen Borchardt machte Limyra in der
Fachwelt und darüber hinaus bekannt. Ab dem Jahr 1969
werden Ausgrabungen durchgeführt.
Quelle:
diverse
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