|
Lage und
Örtlichkeit Um nach Lyrbe (Seleukia) zu
kommen, fahren Sie in Manavgat am künstlichen Wasserfall
(Foto) nicht in den Ortskern hinein, sondern biegen Sie,
von Side kommend, links ab. (Auf dem Foto rechts)
Ausgeschildert mit braunem Schild | Şelale
4 / Seleukele 13 |.
|
 |
|
Manavgat, Kreuzung am künstl. Wasserfall
copyright by @chim |
Folgen Sie dieser Straße. Sie führt am kleinen und großen Wasserfall
(Şelale) vorbei. Kurz hinter Manavgat sind auf der linken Seite
eine alte, römische Brücke und ca. 2 km weiter
die Reste eines Aquäduktes zu besichtigen. Über diesen Aquädukt wurde
das alte Side mit Trinkwasser aus dem Taurusgebirge versorgt.
|
 |
|
Alte römische Brücke
copyright by @chim |
Wenige Kilometer nach dem großen Wasserfall
führt eine ausgeschilderte Straße links ab nach Lyrbe (Seleukia). Nach
ca. 1 km erreichen Sie das Dorf Bucakşeyhler. Im Dorf halten Sie sich
rechts, an der Moschee ebenfalls rechts. Es folgen nun etwa 2 km noch
einigermaßen gut zu befahrender Weg, danach fordert die ca. 2,5 km
lange, durch Pinienwald bergauf führende Piste von Ihnen einiges an
fahrerischem Können ab. Sofern Sie nicht mit einem "hochbeinigen" Jeep
ausgestattet sind, sollten Sie das letzte Stück des Weges zu Fuß
zurücklegen. Die Stadt liegt auf einem heute bewaldeten Hügel, von drei
Seiten durch steil abfallende Hänge geschützt.
Man betritt das eigentliche Stadtgebiet
durch das Südtor an der einzigen Seite, die durch eine Stadtmauer massiv
geschützt werden musste.
|
 |
|
Stadtmauer mit Südtor
copyright by @chim |
Geschichte der Stadt
Lyrbe (Seleukia) ist
ausgestattet mit der besterhaltenen
Agora (Marktplatz)
Kleinasiens. Die Stadt liegt, schwer zugänglich und
verschont von neuzeitlicher Besiedlung, rund 23 km
nördlich von
Side inmitten eines dichten Pinienwaldes. Neuere
Forschungen deuten darauf hin, dass es sich bei den
Ruinen um eine Stadt namens
Lyrbe handelt, und nicht, wie lange vermutet, um das Seleukia in
Pamphylien.
Lyrbe (Seleukia) ist zwar aus mehreren
geografischen Werken der Antike namentlich bekannt, die
Geschichte der Stadt liegt jedoch weitgehend im Dunkeln.
Ihr Name weist auf eine
seleukidische Gründung, möglicherweise unmittelbar
auf
Seleukos I. Nikator hin. Sie wird um 300 v. Chr.
gegründet worden sein. Die Stätte wurde Anfang der
1970er Jahre von Istanbuler Archäologen erforscht, die
als kunsthistorisch wertvollste Funde der Stadt ein
Orpheusmosaik und eine Bronzestatue des
Apollon sicherten – heute im
Museum von Antalya.
Die Fundamente einer
byzantinischen Kirche in unmittelbarer Nähe des von
vier
ionischen Säulen umgebenen Raumes des Orpheusmosaiks
an der Nordseite des Marktplatzes zeigen, dass der Ort
im Mittelalter noch oder zumindest wieder bewohnt war.
Aufgrund ihrer strategisch günstigen Plateau-Lage auf
einem nach Westen abfallenden Berghang brauchte die
Stadt nur im Süden durch eine auch heute noch bis zu
einer Höhe von 9 Metern erhaltenen Stadtmauer geschützt
werden.
Die kaiserzeitliche
Agora ruht, um ein ebenes Gelände zu
gewinnen, im Westen auf gewaltigen
Substruktionen mit Tonnengewölben, die
als Magazine genutzt wurden. Im Westen
erheben sich acht zweigeschossige
Ladengebäude, wie sie in ihrer Erhaltung
nur aus
Pompeji oder
Herculaneum bekannt sind. Südlich
schließt sich ein kleines
Odeion an.
Wenige Meter nördlich
des Marktplatzes ist ein kleiner
Podiumstempel mit einem ehemals
viersäuligen
Pronaos gut erhalten. Weiter
westlich, heute überwaldet, lassen sich
große
Thermen erkennen, deren Reste
massiver Marmorauskleidungen für den
ursprünglichen Reichtum der Stadt
sprechen. Spätere Umbauten erfolgten
dann nur noch mit dünnen Platten aus
gepresstem Marmorstaub.
Quelle:
Wikipedia
|