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Lage und
Örtlichkeit
Das antike
Perge liegt ca. 60 km westlich vom beliebten Ferienort Side und ca. 18 km
östlich von Antalya, bzw. ca. 10 km vom Flughafen Antalya entfernt. Es ist sehr gut über die gut ausgebaute
Nationalstraße D400, die von Antalya nach Alanya führt, zu erreichen.
In der Ortschaft Aksu geht die Zufahrtsstraße, von Side kommend, rechts ab. Die Abfahrt ist gut ausgeschildert und nicht zu verfehlen.
Braunes Schild, Aufschrift Perge 2.
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Abfahrt von der Nationalstraße D400
(Fahrtrichtung Antalya) |
Öffnungszeiten
(Stand 2007) Im Sommer täglich von 8 bis 19.00 Uhr, im Winter vom 8 bis 17.30 Uhr. Für die
Besichtigung (ohne Akropolis) sollten Sie ca. 1 Stunde (und mehr)
einplanen. Eintritt 10,00 YTL
Besichtigung Wenn
man sich Perge nähert, sieht man als erstes das Theater aus dem 3.
Jahrhundert, in dem 15.000 Zuschauer Platz fanden. Auf der
gegenüberliegenden Straßenseite liegt das Stadion, das heute zu den
besterhaltenden Bauten seiner Art in der Türkei gehört. Bis zu 12.000
Besucher sahen von den Tribünen aus den Wagenrennen und
Gladiatorenkämpfen zu.
Die Stadt selbst betritt
man durch das breite Stadttor. Eine von zahlreichen Säulen gesäumte
Straße führte quer durch die Stadt zum Nymphäum und zur Akropolis.
Links, innerhalb der Stadtmauern, liegen die römischen Thermen, die im
2. Jahrhundert n. Chr. erbaut und im 4. Jh. erneuert wurden. Die 20 m
breite und ca. 300 m lange Hauptstraße ist von beiden Seiten von hohen
Säulen flankiert. Eisenräder haben tiefe Furchen in die Steinblöcke des
Straßenbelags gegraben. Von den vielen Läden rechts und links der Straße
sind noch Überreste vorhanden und auf den Bürgersteigen sind noch Reste
von Mosaiken vorhanden. Ein Wasserkanal befindet sich in der Mitte der
Straße. Er führte Wasser von der Akropolis bis zur Therme und weiter.
Das
Museum Antalya besitzt heute etliche Statuen und andere Exponate aus
Perge.
Geschichte der Stadt Siedlungsspuren
auf dem Tafelberg aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. bilden
die ältesten Zeugnisse. Der in einem hethithischen
Staatsvertrag von 1235 v. Chr. Parcha/Parha genannte Ort
ist mit Perge gleichzusetzen. Dies lässt auf eine
spätbronzezeitliche Siedlung schließen. Für die
hethitische Zeit gibt es bisher nur wenige
archäologische Zeugnisse, ebenso für die nach der
lokalen Tradition angeblich nach dem Trojanischen Krieg
erfolgte griechische Einwanderung. So werden etwa zwei
Teilnehmer am Trojanischen Krieg als Gründungsheroen
genannt – die Seher Kalchas und Mopsos.
Im 7.
Jahrhundert v. Chr. beginnt die Entwicklung zu einer
griechisch geprägten Siedlung, nachdem Perge im 10.– 8.
Jahrhundert v. Chr. offenbar engen Kontakt zu Zypern
pflegte. Die Stadt ergab sich
Alexander den Großen, fiel danach unter seleukidischer und
ptolemäischer Herrschaft kam nach dem Frieden von Apameia
von 188 bis 133 v. Chr. unter pergamenischer Herrschaft.
188 v. Chr. wurde die Stadt von den Römern erobert und wurde 73/74 n. Chr. Hauptstadt der
Provinz Lycia et Pamphylia. Perge war in römischer Zeit
für seinen Artemis-Kult berühmt. Leider sucht man
vergebens nach dem einstmals so berühmten Artemistempel.
Das
Christentum ist in Perge schon früh belegt. Paulus und
Barnabas wurden hier auf ihrer ersten Missionsreise
gastlich aufgenommen; manche hielten sie für Zeus und
Hermes. Von dort zogen sie nach Norden bzw. Osten (Ikonion)
weiter. Während der folgenden Jahrhunderte wurde in
Perge besonders Maria verehrt. In byzantinischer Zeit
war es Sitz eines Bischofs, der zugleich Metropolit der
Kirchenprovinz war. Unter den Seldschuken (ab etwa 1400)
wurde hier eine große Garnison errichtet.
Quelle:
Wikipedia u.a.
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